Dienstag, 20. September 2011

18. September, 京都市bis Futamioura

18. September, 京都市 bis Futamioura

Heute Morgen ist der Himmel wieder klar und blau, die Wolken sind zerfetzt, es ist warm und trocken. Ein wunderschöner Spätsommertag. Wir fahren mit dem Zug nach Süden, wieder nach Futamioura, wo wir für Alex das letzte freie Hotelzimmer gefunden haben und Gunda und Wolfgang in ihre Lieblings-Jugendherberge neben dem Tempel gehen.
Die Fahrt führt an den hohen Bergen nördlich vorbei, entlang zweier Flüsse und durch zwei Pass-Tunnel, auch hier sind die Berge bis 1.000 m hoch. Die Reisernte ist noch nicht beendet, überall trocknen die „Reis-Ähren“ vor sich hin. Auch hier wird Tee angebaut, dieses Jahr wird es mit der Ernte schwierig (oder auch nicht), denn er ist verstrahlt. Das Meer kündigt sich nur dadurch an, dass wir ab und an Schleusentürme sehen, Kräne und es am Horizont weit ist. Als die Berge dem Meer immer näher kommen, wissen wir, dass wir bald da sind. Heute ist Sonntag und die Flüsse sind voller Menschen mit (Tages-)Zelten neben ihren Autos. Auch einige Zeltplätze sind offen und belegt. Morgen ist Feiertag.
In Futamioura angekommen, finden wir mit der Hilfe einer vor uns her laufenden Dame eines anderen Hotels das Hotel von Alex und lösen dort eine ziemliche Verwirrung aus. Angemeldet ist nur sie und nun stehen wir zu dritt vor dem Hotel. Jeder Versuch, pantomimisch die Damen zu beruhigen, macht die Sache nur schlimmer. Schließlich wird das Reisebüro auf dem Handy eines eilig herbei telefonierten jungen Mannes angerufen. Alex kann klären, dass nur sie dort bleibt (wir überlegen in der Zwischenzeit, dass wir ja auch durchs Fenster einsteigen könnten und die zehn Kinder, die hinter uns warten, dann mitnehmen und ebenso unsere Räder….). Wir gehen einkaufen und kommen wieder, es ist immer noch eine kleine Aufregung. Als wir dann mit den Taschen abziehen, beruhigt sich die Lage. Das Hotel ist ebenfalls ein traditionelles Haus und sehr schön.
Wir wandern an den Steinen vorbei, heute steppt hier selbst nach 17:00 der Bär, und wandern zur Jugendherberge hinauf. Auch sie ist voll, nach und nach. Wir essen die Mikrowellen-Essen (leider gab es keine Nudeln zum Kochen) und bringen Alex wieder hinab. Es ist ein warmer Abend und nun wird es langsam leerer an der Strandpromenade.